„Heimat ist dort, wo es nicht egal ist, ob es mich gibt.“ Foto: Knut Kuckel
„Heimat ist dort, wo es nicht egal ist, ob es mich gibt.“ Foto: Knut Kuckel

Knut Kuckel persönlich

Daheim in Bayern und Tirol…

Mein Blog „Mensch am Berg“ sammelt persönlich erlebte Geschichten von Almleuten und anderen Bergmenschen. Allen ist eines gemein: Sie leben und arbeiten am Berg. Das zeichnet sie in besonderer Weise aus. Menschen, die am oder auf dem Berg leben, fürchten keine Wetter. 

Bergmenschen fallen nicht so leicht um. Auch und besonders im übertragenen Sinne.

Weil sie Teil der Natur sind und deshalb in besonderer Weise mit sich und ihrem Leben zufrieden.

Familie, Gemeinschaft, Demut prägen die Menschen am Berg. Dort wo ich ihren Erzählungen zuhören darf, entstehen meine Geschichten. Es wäre zu schade, sie nicht aufzuschreiben. Ich finde, sie sind meistens zeitlos.

Nachrichtliche Ereignisse überlasse ich meinen Kolleginnen und Kollegen der tagesaktuellen Medien.

Daheim bin ich heute im oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen, dem Werdenfelser Land. Touristiker nennen es das “Zugspitzland”. In Mieming (Tirol) bin ich immer gerne – und so oft wie möglich – Stammgast. Dort habe ich mehr als zehn Jahre gelebt, Land und Leute kennengelernt und sehr gute Freunde gefunden. Die Region im “Almenland am Miemingerberg” bedeutet für mich heimkommen.

Ich schreibe am liebsten über Dinge, die sich vor der Haustüre ereignen. Treffe dabei Menschen, denen das Kleine wichtiger ist als das Große. Das macht sie so besonders, die Menschen am Berg.

Vom Auf- und Absteigen, Weggehen und Heimkommen

Als Grenzgänger der Regionen bin ich auch gerne Europäer. Weil ich in meinem Leben das Glück hatte, meistens dort sein zu dürfen, wo sich Europa von seiner schönsten Seite zeigt.

Knut Kuckel, Journalist
Knut Kuckel, Journalist

Geboren in der Karolingerstadt Prüm, einer ebenso sympathischen wie überschaubaren Stadt in der Westeifel. Aufgewachsen in Worms am Rhein – bekannt als Nibelungen- und/oder Lutherstadt. Als Student war ich Gast auf Zeit in Aachen, jener Stadt, in der sich Kaiser und Könige krönen ließen. Beides blieb mir erspart.

Karl der Große soll die erste Salvatorkirche in Prüm gebaut haben. (Foto: Knut Kuckel)
Karl der Große soll die erste Salvatorkirche in Prüm gebaut haben. (Foto: Knut Kuckel)

Immerhin – in Aachen begann meine berufliche Laufbahn. Das verbindet mich sehr persönlich mit der Stadt Karls des Großen, in der Oecher Platt gesprochen wird, übrigens ebenso wie man sich in Aachen ganz selbstverständlich auch der Hochtechnologie widmet. Weltruhm erlangte die Brunnenstadt in der „Euregio Maas-Rhein“ darüber hinaus noch mit einem köstlichen Lebkuchengebäck, den „Aachener Printen“.

Als Rundfunkjournalist hatte ich später ausreichend Zeit, das Land Hessen kennenzulernen. Beruflich aktiv war ich dort beim Hessischen Rundfunk und als Studioleiter im hr-Studio Gießen verantwortlich für die Region Mittelhessen. Gelegen nördlich von Frankfurt am Main. Zur Orientierung für Nicht-Hessen – zu Mittelhessen gehören, neben Gießen, u.a. auch die Städte Wetzlar, Limburg, Friedberg und Marburg. Die Reihenfolge ist ohne Bedeutung und alles andere als repräsentativ.

Zuvor war ich ein paar Jahre lang an der Bergstraße für den Hessischen Rundfunk (hr) unterwegs. Damals noch am Standort Bensheim, der inzwischen nach Darmstadt verlegt wurde.

In den Anfangsjahren der Regionalisierung beim hr wurden die Akzente noch im ländlichen Raum gesetzt, heute haben vermutlich die Metropolen der 21 Landkreise an Anziehungskraft gewonnen.

In Hessen lebt es sich gut. Das waldreiche Land in der Mitte Deutschlands zog schon immer kreative Menschen aus aller Herren Länder an. Hessen sind gastfreundliche Menschen und anderen Kulturen gegenüber sehr aufgeschlossen. Auf die Frage, was mir dazu noch einfällt, antworte ich gerne: „Das Land Hessen ist gut für Deutschland.“

In Erinnerung geblieben ist mir, dass in Hessen über 170 Mundarten gesprochen werden.

Menschen, die Hessen nur aus dem Fernsehen kennen, glauben, dass dort überall nur „Frankforderisch“ geredet wird. Zu verdanken ist das sicherlich dem Erfolg des Frankfurter Volkstheaters zu Zeiten von Lia Wöhr, Liesel Christ und Heinz Schenk.

Zweifellos ist es ihrem Erfolg zu verdanken, dass man im außerhessischen Deutschland glaubt, dass alle Hessen auch auf Reisen traditionell einen Äppelwoi-Bembel im Gepäck haben und am allerliebsten Rippchen mit Sauerkraut essen.

Glauben Sie mir, es lohnt sich vor Ort solche Fehleinschätzungen zu korrigieren. Hessen ist auch deshalb immer eine Reise wert.

Viele meiner Lehrjahre habe ich außerhalb Deutschlands verbracht. Zuhause war ich überall dort, wo ich längere Zeit gelebt und gearbeitet habe. Wurzeln geschlagen habe ich vor allem in Belgien und in Österreich.

Sich mit Menschen anderer Kulturen auszutauschen, war der erfolgreichste Teil meines Reifeprozesses, der hoffentlich noch lange nicht abgeschlossen ist.

Bevor ich mich für den Beruf des Rundfunkjournalisten entschieden habe, begann meine berufliche Laufbahn als Volontär bei der Aachener Volkszeitung. Dort machte ich noch entfernt Bekanntschaft mit der Technik des Bleisatzes, die auf Johannes Gutenberg (um 1440) zurückgeht. Beim Rundfunk war ich aktiv (und in meinem Zuständigkeitsbereich auch mitgestaltend) am Übergang von analoger zu digitaler Technik beteiligt.

Habe mich immer auch gerne an der Weiterentwicklung des kreativen Programmangebotes beteiligt. Das geht einher mit meinem Engagement in der theoretischen und praktischen Ausbildung für Programm-Mitarbeiter/-Mitarbeiterinnen von ARD und ZDF.

Es ist mir nach wie vor ein Anliegen, Fachwissen zu vermitteln. Dabei den Blick nach vorne gerichtet und weniger gerne zurück.

Berufliche Stationen:
Aachener Zeitung (früher: AVZ/Aachener Volkszeitung)
Belgischer Rundfunk (BRF)
Südwestrundfunk (früher: SWR)
Hessischer Rundfunk (hr)

Meine Blogs:

KnutKuckel.Blog – Geschichten aus dem persönlichen Nahbereich
Almenland am Miemingerberg – Vier Almen in Tirol
Mensch am Berg – Almbauern und andere Bergmenschen